#MeetTheTeam: Alice Behrendt

Von Entrepreneuren für Entrepreneure: Unser Team bei German Entrepreneurship besteht aus einer bunten Mischung engagierter Kollegen, von denen viele selbst Gründer oder Unternehmer sind. In unserer neuen Serie #MeetTheTeam erzählen sie von ihren Herzensprojekten und Gründergeschichten.

Heute mit Alice, Company Scout für den German Accelerator. Sie hat 2016 die App SwingBy gegründet und spricht mit uns darüber, warum sie Unternehmerin wurde und welche wertvollen Erfahrungen sie aus ihrer Gründung mitgenommen hat.

Zitat vom Text über das selbstständige Arbeiten und das Arbeiten im Team von Alice Behrendt.

Alice, du arbeitest seit August 2020 beim German Accelerator, hast aber schon davor dein Startup SwingBy gegründet. War war die Idee dahinter?

SwingBy war eine Restaurant App, die Gastronomen dabei helfen sollten, ihre Restaurants auch zu weniger beliebten Zeiten zu füllen. Durch unsere SaaS-Solution konnten sie Dynamic Pricing anwenden, also ihre Preise je nach Auslastung anpassen. Der Endkunde konnte jederzeit über die App sehen, wo in der Nähe gerade Angebote verfügbar sind und zu dieser Zeit vergünstigt essen gehen. Win Win!

Warum hast du gegründet?

Ich kannte das Modell aus Spanien und dachte mir, dass man es sicherlich auch in Deutschland gut umsetzen könnte. Als ich dann Freunden von meiner Idee erzählte, haben sie mich bestärkt, sie umzusetzen. Ich habe viel Zeit rein investiert, an der Idee zu feilen, mit Leuten darüber zu sprechen und Tipps zu sammeln. Und dann bin ich irgendwann an dem Punkt angekommen wo ich mir gesagt habe: “Jetzt will ich es auch durchziehen und es mir selbst beweisen!”

Heute arbeitest du nicht mehr für dein eigenes Startup, profitierst aber noch immer von den Learnings aus deiner Erfahrung. Worin lag die größte Bereicherung?

Mich hat das wahnsinnig gestärkt. Als ich mit der Idee angefangen habe, war ich 22, kam direkt aus meinem Bachelor. Ich habe all das zum ersten Mal gemacht; bin auch sehr viel auf die Nase gefallen. Aber ich habe mir immer wieder gesagt “Das kannst du”. Das hat mich sehr viel stärker gemacht und mir persönlich viel weitergeholfen.

Dazu kam, dass ich echt Glück hatte, so tolle Leute um mich zu haben, die mich unterstützt haben. Hätten meine Freunde mir gesagt, dass meine Idee dumm ist, hätte ich sicherlich nicht gegründet. Aber sie haben mich bei meiner Idee unterstützt, also habe ich mich getraut. Dadurch habe ich an Sicherheit gewonnen.

Zusätzlich hat es mir ein starkes Netzwerk beschert und mir gezeigt, dass ich die Startup Szene super spannend finde.

Hast du einen Rat, den du Kollegen, Mitarbeitern oder Freunden geben würdest, die Unternehmer werden wollen?

In meinen Augen, ist es wichtig immer mit Leuten darüber zu reden. Am Anfang hatte ich noch das Gefühl, dass ich nur mit einem exklusiven Kreis über meine Idee sprechen darf, weil ich dachte, meine Idee könnte geklaut werden. Das beobachte ich immer noch, gerade im Gespräch mit sehr frühphasigen Gründern, die noch nicht online sind. Auch bei mir hat es eine Zeit gedauert, bis ich mich völlig geöffnet habe, einfach mit jedem darüber gesprochen habe, der mir über den Weg gelaufen ist. Aber es hat mich unglaublich weitergebracht.

Ich denke Feedback ist das Wichtigste, was man bekommen kann. Dieses Feedback kann eine super tolle Motivation sein oder einem dabei helfen, früh herauszufinden, was nicht funktioniert. Das hilft einem, auf den richtigen Weg zu kommen.

Welche Fähigkeiten hast du für dich mitgenommen, die du jetzt bei German Entrepreneurship umsetzen kannst?

Dass ich auch mal gegründet habe, hilft mir, wenn ich für den German Accelerator mit Startups spreche. Die meisten Startups, mit denen ich in Kontakt bin, sind later Stage Startups – soweit bin ich mit SwingBy ja nie gekommen. Das spreche ich auch ganz ehrlich an. Trotzdem merke ich, dass viele Startups gerade das gut finden. Es zeigt ihnen, dass ich auch die negativen Seiten des Gründens kenne.

Ich habe ein gutes Verständnis dafür, was es bedeutet, Gründer oder Gründerin zu sein, selbstständig zu arbeiten und die Initiative zu ergreifen. Ich persönlich genieße es durch die alleinige Arbeit an meinem Startup aber jetzt bei German Entrepreneurship umso mehr, wieder in einem Team zu arbeiten.

Wir haben eine letzte kurze Frage an dich: Was ist macht in deinen Augen eine gute Unternehmerin aus?

Ich glaube, hier spielen Eigeninitiative und Eigenmotivation eine große Rolle. Eine gute Unternehmerin muss lieben was sie tut und Lust drauf haben. Nur das große Geld als Motivation zu sehen, reicht nicht aus, um erfolgreich zu sein. Es gibt keinen Chef, der einem mal auf die Finger haut. Genau aus diesem Grund muss man es wirklich wollen und sich selber jeden Tag motivieren.

Es ist so ein Zwiespalt. Einerseits muss man verstehen, dass es nicht nur ein Job ist, sondern dein ganzes Leben bestimmen wird und es nicht so etwas wie das klassische Wochenende gibt. Andererseits es ist auch ganz wichtig, eine Balance für sich zu finden, damit es langfristig funktioniert und nachhaltig ist. Und natürlich ist es auch wichtig als Unternehmer fair zu sein. Langfristig gesehen geht es nur mit Geben und Nehmen.

Wow, vielen Dank für die Einblicke und die tollen Tips!

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